🗽 Unabhängigkeit 🚩 Flagge ⚔ Schlacht / Krieg 🕊 Freiheit 🏺 Ahnen / Erbe | Kämpferisch
Wichtige Fakten
1.Das Gedicht hat zehn Strophen, doch bei offiziellen Anlässen werden nur die ersten zwei gesungen.
2.Die heute gespielte Melodie stammt von Osman Zeki Üngör und wurde 1930 offiziell eingeführt; sie löste eine frühere Vertonung von Ali Rıfat Çağatay ab, die eine Auswahlkommission nach dem Unabhängigkeitskrieg bestimmt hatte.
3.Die öffentliche Herabwürdigung der Hymne ist nach Artikel 300 des türkischen Strafgesetzbuchs eine Straftat, die mit sechs Monaten bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe bedroht ist.
4.Ein Wettbewerb um den Text brachte 1920 insgesamt 724 Gedichte ein, doch keines wurde für würdig befunden; Ersoy hatte nicht teilgenommen, weil er das Preisgeld von 500 Lira nicht annehmen wollte. Er schrieb die Hymne, nachdem Bildungsminister Hamdullah Suphi ihn um ein Gedicht gebeten hatte, und schenkte das Preisgeld dem Dârülmesâi, einer Wohltätigkeitseinrichtung, die armen muslimischen Frauen und Kindern ein Handwerk beibrachte.
Text der Nationalhymne der Türkei
Offiziell werden nur die ersten zwei der zehn Strophen gesungen; alle zehn wurden am 12. März 1921 von der Großen Nationalversammlung als Nationalhymne angenommen.
Korkma! Sönmez bu şafaklarda yüzen al sancak,
Sönmeden yurdumun üstünde tüten en son ocak.
O benim milletimin yıldızıdır, parlayacak;
O benimdir, o benim milletimindir ancak.
Çatma, kurban olayım, çehreni ey nazlı hilal!
Kahraman ırkıma bir gül; ne bu şiddet, bu celal?
Sana olmaz dökülen kanlarımız sonra helal…
Hakkıdır, Hakk’a tapan milletimin istiklal.
Korkma! Sönmez bu şafaklarda yüzen al sancak,
Sönmeden yurdumun üstünde tüten en son ocak.
O benim milletimin yıldızıdır, parlayacak;
O benimdir, o benim milletimindir ancak.
Çatma, kurban olayım, çehreni ey nazlı hilal!
Kahraman ırkıma bir gül; ne bu şiddet, bu celal?
Sana olmaz dökülen kanlarımız sonra helal…
Hakkıdır, Hakk’a tapan milletimin istiklal.
Ben ezelden beridir hür yaşadım, hür yaşarım,
Hangi çılgın bana zincir vuracakmış? Şaşarım.
Kükremiş sel gibiyim, bendimi çiğner, aşarım,
Yırtarım dağları, enginlere sığmam, taşarım.
Garbın afakını sarmışsa çelik zırhlı duvar,
Benim iman dolu göğsüm gibi serhaddim var.
Ulusun, korkma! Nasıl böyle bir imanı boğar,
“Medeniyet” dediğin tek dişi kalmış canavar?
Arkadaş! Yurduma alçakları uğratma sakın,
Siper et gövdeni, dursun bu hayâsızca akın.
Doğacaktır sana vadettiği günler Hakk’ın,
Kim bilir, belki yarın belki yarından da yakın.
Bastığın yerleri “toprak” diyerek geçme, tanı,
Düşün altındaki binlerce kefensiz yatanı.
Sen şehit oğlusun, incitme, yazıktır atanı,
Verme, dünyaları alsan da bu cennet vatanı.
Kim bu cennet vatanın uğruna olmaz ki feda?
Şüheda fışkıracak, toprağı sıksan şüheda.
Canı, cananı, bütün varımı alsın da Hüda,
Etmesin tek vatanımdan beni dünyada cüda.
Ruhumun senden İlahî, şudur ancak emeli:
Değmesin mabedimin göğsüne namahrem eli.
Bu ezanlar, ki şehadetleri dinin temeli,
Ebedî, yurdumun üstünde benim inlemeli.
O zaman vecdile bin secde eder, varsa taşım,
Her cerihamdan, İlahî, boşanıp kanlı yaşım,
Fışkırır ruhumücerret gibi yerden naaşım,
O zaman yükselerek arşa değer belki başım.
Dalgalan sen de şafaklar gibi ey şanlı hilal!
Olsun artık dökülen kanlarımın hepsi helal.
Ebediyen sana yok, ırkıma yok izmihlal.
Hakkıdır, hür yaşamış bayrağımın hürriyet;
Hakkıdır, Hakk’a tapan milletimin istiklal.
Fürchte dich nicht! Nicht erlöschen wird dieses rote Banner, das in diesen Morgenröten weht,
solange der letzte Herd nicht erlischt, der über meiner Heimat raucht.
Es ist der Stern meiner Nation, und er wird leuchten;
er ist mein, er gehört allein meiner Nation.
Runzle nicht die Stirn, ich sei dein Opfer, o spröder Halbmond!
Lächle meinem heldenhaften Geschlecht; wozu diese Gewalt, wozu dieser Zorn?
Sonst werden wir dir das Blut, das wir für dich vergossen haben, nicht verzeihen.
Unabhängigkeit ist das Recht meiner Nation, die Gott verehrt.
Fürchte dich nicht! Nicht erlöschen wird dieses rote Banner, das in diesen Morgenröten weht,
solange der letzte Herd nicht erlischt, der über meiner Heimat raucht.
Es ist der Stern meiner Nation, und er wird leuchten;
er ist mein, er gehört allein meiner Nation.
Runzle nicht die Stirn, ich sei dein Opfer, o spröder Halbmond!
Lächle meinem heldenhaften Geschlecht; wozu diese Gewalt, wozu dieser Zorn?
Sonst werden wir dir das Blut, das wir für dich vergossen haben, nicht verzeihen.
Unabhängigkeit ist das Recht meiner Nation, die Gott verehrt.
Seit jeher lebte ich frei, und frei werde ich leben.
Welcher Wahnsinnige wollte mich in Ketten legen? Ich staune darüber.
Ich bin wie eine brüllende Flut: Ich zertrete meinen eigenen Damm und ströme darüber hinweg.
Ich reiße die Berge auf, keine Weite fasst mich, ich trete über die Ufer.
Mag eine Mauer aus Stahlpanzer die Horizonte des Westens umschließen,
ich habe eine Grenze, und das ist meine Brust voller Glauben.
Mag es heulen! Fürchte dich nicht! Wie sollte solchen Glauben ersticken
jenes Ungeheuer, dem nur ein Zahn geblieben ist, das du "Zivilisation" nennst?
Freund! Lass die Niederträchtigen niemals meine Heimat betreten,
mach deinen Leib zum Schild, damit dieser schamlose Ansturm zum Stehen kommt.
Anbrechen werden die Tage, die Gott dir verheißen hat,
wer weiß, vielleicht morgen, vielleicht noch früher als morgen.
Geh nicht über den Boden, den du betrittst, und nenne ihn bloß "Erde"; erkenne ihn,
denke an die Tausenden, die ohne Leichentuch darunter liegen.
Du bist eines Märtyrers Sohn; kränke deinen Ahnen nicht, es wäre eine Sünde,
gib diese paradiesische Heimat nicht her, und gäbe man dir alle Welten.
Wer brächte sich nicht zum Opfer für diese paradiesische Heimat?
Drücke jene Erde, und Märtyrer sprudeln hervor, Märtyrer und nichts sonst.
Gott nehme mir das Leben, die Geliebte, alles, was ich besitze,
nur trenne er mich auf dieser Welt nicht von meiner einzigen Heimat.
Mein Gott, dies allein ist der Wunsch meiner Seele an Dich:
Keine fremde Hand berühre die Brust meines Gotteshauses.
Diese Gebetsrufe, deren Zeugnis das Fundament des Glaubens ist,
sollen ewig über meiner Heimat erklingen.
Dann wird mein Grabstein, wenn ich einen habe, sich tausendmal in Verzückung neigen,
aus jeder meiner Wunden, mein Gott, ergießen sich meine blutigen Tränen,
mein Leichnam bricht aus der Erde hervor wie ein reiner Geist,
und dann berührt mein Haupt, emporsteigend, vielleicht den himmlischen Thron.
Wehe auch du wie die Morgenröten, o ruhmreicher Halbmond!
All das Blut, das ich vergossen habe, sei dir nun aus freien Stücken geschenkt.
Niemals gibt es Untergang für dich noch für mein Geschlecht.
Freiheit ist das Recht meiner Fahne, die frei gelebt hat;
Unabhängigkeit ist das Recht meiner Nation, die Gott verehrt.
Fear not! This crimson banner floating in these dawns shall never fade,
So long as the last hearth still smoking over my homeland is not put out.
It is the star of my nation, and it will shine;
It is mine, it belongs to my nation alone.
Do not frown, let me be your sacrifice, O coy crescent!
Smile upon my heroic race; why this violence, why this wrath?
Otherwise we will not forgive you the blood we have shed.
Independence is the right of my nation, which worships God.
Fear not! This crimson banner floating in these dawns shall never fade,
So long as the last hearth still smoking over my homeland is not put out.
It is the star of my nation, and it will shine;
It is mine, it belongs to my nation alone.
Do not frown, let me be your sacrifice, O coy crescent!
Smile upon my heroic race; why this violence, why this wrath?
Otherwise we will not forgive you the blood we have shed.
Independence is the right of my nation, which worships God.
Since eternity I have lived free, and free I shall live.
What madman would put me in chains? I marvel at the thought.
I am like a roaring flood: I trample my own dam and surge over it.
I tear the mountains open, no expanse can hold me, I overflow.
Though a wall of steel armour may gird the horizons of the West,
I have a frontier, and it is my breast filled with faith.
Let it howl! Fear not! How could such a faith be smothered
By that monster with a single fang left, the one you call "civilization"?
Friend! Never let the base ones set foot upon my homeland,
Make a shield of your body, let this shameless onslaught be halted.
The days that God has promised you will surely dawn,
Who knows, perhaps tomorrow, perhaps sooner than tomorrow.
Do not walk over the ground you tread calling it mere "earth"; know it,
Think of the thousands who lie beneath it without a shroud.
You are a martyr's son; do not wound your forebear, it would be a sin,
Do not surrender this paradise homeland, though you were given every world.
Who would not give himself up for this paradise homeland?
Squeeze that soil and martyrs will gush forth, martyrs and nothing else.
Let God take my life, my beloved, everything I possess,
Only let Him not part me in this world from my one homeland.
O my God, this alone is what my soul desires of You:
Let no stranger's hand touch the bosom of my temple.
These calls to prayer, whose testimony is the foundation of the faith,
Must resound above my homeland for ever.
Then my gravestone, if I have one, will bow a thousand times in ecstasy,
From every wound of mine, O God, my bloody tears pour out,
My corpse bursts from the earth like a pure spirit,
And then, rising, my head may perhaps touch the heavenly throne.
You too, wave like the dawns, O glorious crescent!
Now let all the blood I have shed be freely yours.
Never shall there be annihilation for you, nor for my race.
Freedom is the right of my flag, which has lived free;
Independence is the right of my nation, which worships God.
Übersetzungen sind inoffiziell und dienen dem Verständnis, nicht als Ersatz für die Originale
Analyse
Redaktionell
Die Hymne wurde während des türkischen Unabhängigkeitskrieges 1921 verfasst und noch vor der Ausrufung der Republik angenommen. Der Dichter Mehmet Akif Ersoy schrieb sie, um die Moral in den dunkelsten Tagen des Unabhängigkeitskampfes gegen die Besatzungsmächte zu stärken.