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Wichtige Fakten
1.Sie gilt im Vergleich zu anderen Nationalhymnen oft als traurig; eine schnellere, 90 Sekunden lange Fassung, die 2013 für das Ungarische Olympische Komitee entstand und Erkels ursprünglichem Tempo näherkommt, klingt deutlich weniger düster.
2.Die letzte Zeile der gesungenen Strophe sagt, die Ungarn hätten für Vergangenheit und Zukunft bereits gebüßt; der Literaturhistoriker János Horváth nannte dies „patriotische Schuld“, die im Unglück der Nation Gottes gerechte Strafe sieht.
3.Der 22. Januar, das Datum auf Kölcseys Manuskript, wird seit 1989 als Tag der ungarischen Kultur gefeiert.
4.Über ein Jahrhundert lang wurde sie nur aus Brauch gesungen und fand erst 1989 Eingang ins ungarische Recht: Eine Verfassungsänderung (Gesetz XXXI von 1989), in Kraft seit dem 23. Oktober 1989, bestimmte Kölcseys Gedicht mit Erkels Musik zur Nationalhymne.
5.In der kommunistischen Zeit beauftragte Mátyás Rákosi den Dichter Gyula Illyés und den Komponisten Zoltán Kodály mit einer neuen „sozialistischen“ Hymne; beide lehnten ab, und Kodály fragte, wozu eine neue, wenn die alte Hymne doch gut sei.
Text der Nationalhymne von Ungarn
Nur die erste Strophe wird üblicherweise bei offiziellen Anlässen aufgeführt
Isten, áldd meg a magyart
Jó kedvvel, bőséggel,
Nyújts feléje védő kart,
Ha küzd ellenséggel;
Bal sors akit régen tép,
Hozz rá víg esztendőt,
Megbűnhődte már e nép
A múltat s jövendőt!
Isten, áldd meg a magyart
Jó kedvvel, bőséggel,
Nyújts feléje védő kart,
Ha küzd ellenséggel;
Bal sors akit régen tép,
Hozz rá víg esztendőt,
Megbünhödte már e nép
A multat s jövendőt!
Őseinket felhozád
Kárpát szent bércére,
Általad nyert szép hazát
Bendegúznak vére.
S merre zúgnak habjai
Tiszának, Dunának,
Árpád hős magzatjai
Felvirágozának.
Értünk Kunság mezein
Ért kalászt lengettél,
Tokaj szőlővesszein
Nektárt csepegtettél.
Zászlónk gyakran plántálád
Vad török sáncára,
S nyögte Mátyás bús hadát
Bécsnek büszke vára.
Hajh, de bűneink miatt
Gyúlt harag kebledben,
S elsújtád villámidat
Dörgő fellegedben,
Most rabló mongol nyilát
Zúgattad felettünk,
Majd töröktől rabigát
Vállainkra vettünk.
Hányszor zengett ajkain
Ozman vad népének
Vert hadunk csonthalmain
Győzedelmi ének!
Hányszor támadt tenfiad
Szép hazám kebledre,
S lettél magzatod miatt
Magzatod hamvvedre!
Bújt az üldözött s felé
Kard nyúl barlangjában,
Szerte nézett s nem lelé
Honját a hazában,
Bércre hág és völgybe száll,
Bú s kétség mellette,
Vérözön lábainál,
S lángtenger felette.
Vár állott, most kőhalom,
Kedv s öröm röpkedtek,
Halálhörgés, siralom
Zajlik már helyettek.
S ah, szabadság nem virúl
A holtnak véréből,
Kínzó rabság könnye hull
Árvánk hő szeméből!
Szánd meg Isten a magyart
Kit vészek hányának,
Nyújts feléje védő kart
Tengerén kínjának.
Bal sors akit régen tép,
Hozz rá víg esztendőt,
Megbünhödte már e nép
A multat s jövendőt!
O Gott, segne die Ungarn
Mit Frohsinn und Überfluss,
Strecke einen schützenden Arm über sie,
Wenn sie gegen den Feind kämpfen;
Denen, die ein böses Schicksal lange zerriss,
Bringe ein frohes Jahr,
Dieses Volk hat bereits gebüßt
Für Vergangenheit und Zukunft!
O Gott, segne die Ungarn
Mit Frohsinn und Überfluss,
Strecke einen schützenden Arm über sie,
Wenn sie gegen den Feind kämpfen;
Denen, die ein böses Schicksal lange zerriss,
Bringe ein frohes Jahr,
Dieses Volk hat bereits gebüßt
Für Vergangenheit und Zukunft!
Unsre Ahnen führtest Du
Auf die heiligen Gipfel der Karpaten,
Durch Dich gewann das Blut Bendegúz'
Eine schöne Heimat.
Und wo die Wellen rauschen
Der Theiß und der Donau,
Da gediehen und blühten
Árpáds heldenhafte Söhne.
Für uns auf Kunságs Fluren
Ließest Du die reifen Ähren wogen,
An den Reben von Tokaj
Ließest Du Nektar träufeln.
Unsre Fahne pflanztest Du oft
Auf des wilden Türken Wälle,
Und unter Matthias' finstrem Heer
Stöhnte Wiens stolze Burg.
Ach, doch unsrer Sünden wegen
Entbrannte Zorn in Deiner Brust,
Und Du schleudertest Deine Blitze
Aus Deiner donnernden Wolke.
Bald ließest Du die Pfeile des räuberischen Mongolen
Über uns hinwegschwirren,
Bald nahmen wir das Sklavenjoch der Türken
Auf unsere Schultern.
Wie oft erscholl von den Lippen
Von Osmans wildem Volk
Über den Knochenhaufen unsres geschlagenen Heeres
Das Siegeslied!
Wie oft erhob sich dein eigener Sohn
Gegen deine Brust, mein schönes Vaterland,
Und durch deine Kinder wurdest du
Zur Totenurne deiner Kinder!
Der Verfolgte verbarg sich, doch
Bis in seine Höhle griff das Schwert,
Er blickte umher und fand
Kein Zuhause in der Heimat.
Er steigt auf den Berg, hinab ins Tal,
Kummer und Zweifel an seiner Seite,
Eine Blutflut zu seinen Füßen
Und über ihm ein Flammenmeer.
Eine Burg stand, nun ein Steinhaufen,
Freude und Frohsinn flatterten dort,
Nun wogen Todesröcheln und Klage
An ihrer Stelle.
Und ach, die Freiheit blüht nicht
Aus dem Blut der Toten,
Tränen quälender Knechtschaft fallen
Aus den heißen Augen unsrer Waisen!
Erbarme Dich, o Gott, der Ungarn,
Die von Stürmen umhergeworfen,
Strecke schützend Deinen Arm aus
Über das Meer ihrer Qualen.
Denen, die ein böses Schicksal lange zerriss,
Bringe ein frohes Jahr,
Dieses Volk hat bereits gebüßt
Für Vergangenheit und Zukunft!
O God, bless the Hungarians
With good cheer and abundance,
Extend a protective arm to them
When they fight the enemy;
Those whom ill fate has torn apart for long,
Bring them a joyful year,
This people has already atoned
For the past and future!
O God, bless the Hungarians
With good cheer and abundance,
Extend a protective arm to them
When they fight the enemy;
Those whom ill fate has torn apart for long,
Bring them a joyful year,
This people has already atoned
For the past and future!
You brought our forefathers up
To the holy peaks of the Carpathians,
Through You the blood of Bendegúz
Won a beautiful homeland.
And wherever roll the waves
Of the Tisza and the Danube,
The heroic sons of Árpád
Grew and flourished.
For us on the plains of Kunság
You waved the ripened wheat,
On the vine-shoots of Tokaj
You let the nectar drip.
Our flag You often planted
On the wild Turk's ramparts,
And under Matthias's grim army
Vienna's proud fortress groaned.
Ah, but for our sins
Anger kindled in Your breast,
And You struck with Your lightning
From Your thundering cloud.
Now the plundering Mongol's arrows
You sent whistling over us,
Then the Turkish yoke of slavery
We took upon our shoulders.
How often from the lips
Of Osman's savage people,
Over the bone-heaps of our beaten army,
Rang the song of victory!
How often your own son rose
Against your breast, my fair homeland,
And because of your offspring you became
The funeral urn of your offspring!
The hunted one hid, and even
Into his cave the sword reached out,
He looked all around and could not find
His home within the homeland.
He climbs the mountain, descends the valley,
Sorrow and despair beside him,
A flood of blood beneath his feet
And a sea of flame above.
A castle stood, now a heap of stones,
Joy and gladness once took wing,
Now the rattle of death and lament
Roll on in their place.
And ah, freedom does not bloom
From the blood of the dead,
The tears of tormenting slavery fall
From our orphans' burning eyes!
Pity, O God, the Hungarians
Tossed about by perils,
Extend a protecting arm to them
Over the sea of their anguish.
Those whom ill fate has torn apart for long,
Bring them a joyful year,
This people has already atoned
For the past and future!
Übersetzungen sind inoffiziell und dienen dem Verständnis, nicht als Ersatz für die Originale
Analyse
Redaktionell
Geschrieben von Ferenc Kölcsey 1823, ist die Hymne ein Gebet an Gott um Segen für das ungarische Volk. Die Musik wurde 1844 von Ferenc Erkel komponiert. Sie wird oft "Himnusz" genannt, blickt auf das historische Leid Ungarns zurück und fleht um göttlichen Schutz und glücklichere Zeiten.